HASS VERNICHTET
Das Buch
Prolog   /  über die Aktivistin
Kapitel 1
Warum es dieses Buch gibt
Kapitel 2
Das Ausstellungsprojekt
Kapitel 3
Ausstellung "Hass vernichtet!"
Kapitel 4
workshops mit Jugendlichen
Kapitel 5
workshop - Eindrücke
Kapitel 6
Aktuelles  /  Archiv
Kapitel 7
Filme
Epilog / Links
Impressum / Kontakt
 
Das Ausstellungsprojekt  
Sie schneiden sich zum Beispiel mit dem Messer vor ihrem späteren ausländischen Opfer in die Haut, um beweisen zu wollen, dass ihr Blut heller sei, als das der Ausländer....
 
Als ich 1986 mit meiner Arbeit begann, war der Auslöser dazu die Erkenntnis, dass diese Hasssprüche durch "sich darüber zu ärgern", nicht verschwinden. Mir wurde klar, durch Nichtstun kann auch nichts erreicht werden. Zuerst sporadisch, dann immer mehr gezielt und kontinuierlich ging ich gegen das vor, was die einen als Graffiti - und die anderen als Schmierereien bezeichnen...
 
Fest steht für mich, wie es auch heißen mag, ich gehe gegen diese Form der Hassgraffiti vor und vernichte sie, weil ich den Hass vernichten möchte.
 
Hass muss vernichtet werden. Wenn ich vor der Entscheidung stehe, auch massive Sachbeschädigung in Kauf zu nehmen, um die menschenverachtenden Sprüche bis hin zu den Morddrohungen zu beseitigen oder nicht, dann entscheide ich mich fast ausnahmslos dafür. Denn beschädigte Gegenstände sind allesamt ersetzbar und reparabel, eine verletze Menschenwürde jedoch nicht!
 
Ich fand auch Graffiti, die mich in meinem Denken sehr unterstützten. Es waren Graffiti, die sich für ein friedliches Miteinander offenbarten.
 
Diese Graffiti halfen mir, die Hass-Graffiti zu verkraften. Manchmal war es fast unerträglich für mich.... als ich vor einigen Jahren meine Fotos, die ich von den Hass-Graffiti gemacht habe, im Fotoladen angesehen habe, bekam ich Magenkrämpfe.