HASS VERNICHTET
Das Buch
Prolog   /  über die Aktivistin
Kapitel 1
Warum es dieses Buch gibt
Kapitel 2
Das Ausstellungsprojekt
Kapitel 3
Ausstellung "Hass vernichtet!"
Kapitel 4
workshops mit Jugendlichen
Kapitel 5
workshop - Eindrücke
Kapitel 6
Aktuelles  /  Archiv
Kapitel 7
Filme
Epilog / Links
Impressum / Kontakt
 
Das Ausstellungsprojekt  
Allzu gern wurde ich von den argwöhnisch Zuschauenden aufgefordert, doch gleich den ganzen "Dreck" zu entfernen.
 
Mit dem Dreck meinten sie die Graffiti. Der "Dreck" störte sie offensichtlich mehr, als die Sprüche "Heil Hitler" oder "Sieg heil".
Darauf von mir angesprochen, wandten sie sich ab oder taten dies als "dumme Jungenstreiche" ab.
 
Es ist auch bemerkenswert, festzustellen, dass einerseits die von Staats wegen geforderte Beseitigung von Graffiti auch durch Übermalen mit anderen Farben geschieht.
 
Wenn ich die Naziparolen und dergleichen ebenso beseitige, wird mir vorgehalten, ich beginge Sachbeschädigung.
Sowohl Erwachsene, als auch Kinder sagen mir: "Das dürfen sie doch nicht."
 
Glauben Sie mir, fast jeder Mensch begeht in seinem Leben etwas, was er nicht darf. Denken sie bitte mal an die Autofahrer und Autofahrerinnen, wie sie Tempolimits oder Halteverbote einhalten...
 
Jugendliche hielten mir vor, ich müsste schließlich auch eine andere Meinung akzeptieren, weil ich vor ihnen gerade Hakenkreuze, "SS"-Runen und ausländerfeindliche Parolen entfernt habe.
 
Dass vermutlich sie als Urheber die Andersdenkenden als Adressaten ihrer Klosprüche ausgewählt haben, diesen Widerspruch wollen sie freilich nicht erkennen.